Komponierender, über Xenakis promovierender Bassbariton in Berlin
„Johan Hartman is a young bass-baritone who is a rising star in the American opera scene.
(…) an exciting new voice on the opera scene, both as a dramatic performer and as a composer. However, his passion is the performance of new music.” (FringeReview)
Am 06. August wird sich der Bassbariton Johan Hartman mit einem außergewöhnlichen Liedprogramm dem Berliner Publikum vorstellen, denn der Barocksänger komponiert. Er vertont vor allem Werke, die mit der rhetoric of romanticism Grundlage der Diskurse sind, die aus Amerika heraus hierzulande Denken geprägt haben. Es ist an der Zeit, sich wieder des künstlerischen und akademischen Aufbruchs zu erinnern – und das geht nun in Berlin auf die sinnlichste Art und Weise: mit Musik. Am Klavier begleitet wird Johan Hartman von Ailsa Aitkenhead, wie schon beim Edinburgh Fringe Festival, wo man schon hofft, dass er bald wieder kommen möge.
Nach dem Konzert kehrt Johan Hartman in die USA zurück, um als Basilioin Boston aufzutreten und sich seiner Promotion über Yannis Xenakis zu widmen. Da erforscht er den Zusammenhang von Literatur, Musik und Mathematik. Wie weit sich dies auch auf Opern-Komposition übertragen lässt, wird er auch praktisch mit Opern zu Charles Dickens und entlang Kafkas Verwandlung erforschen. So erweitert er, was sehr vielversprechend mit kleiner Form begonnen hat: Seine Lieder sind Autoren wie W.B. Yeats und Robert Browning gewidmet. In Berlin werden eigene Lieder von Johan Hartman zu hören sein, ebenso wie Schuberts schöner Müllerin und Iberts Chansons de Don Quichotte. Ein „well-balanced and varied program (…) The duo masterfully interprets (…) with expressive dynamics and powerful, emotional performances.” (FringeReview)
Hartmans Lieder sind frisch eingespielt. 2027 wird das Album Blood and the Moon veröffentlicht. Yeats gleichnamiger Zyklus steht im Mittelpunkt: 1917 einem Freund gewidmet, der auf dem Weg zur Messe einem IRA-Anschlag zum Opfer fiel. Dies prägt die Struktur des Gedichtes genauso wie der Komposition. Hartman gestaltet die Zivilisationskritik zum Untergang einer Übermacht mit atmosphärischen Stürmen im Licht des unbeteiligten Monds. Dem stellt Hartman seine Miniaturen zu Robert Brownings Soliloquy of the Spanish Cloister gegenüber: im Garten zwischen Engel und Teufel auf den jeweiligen Schultern – mit einem Raben auf einem der Zaunpfosten.
Eine große Bandbreite hat Johan Hartman, er überzeugt mit seiner Bühnenpräsenz und Komik (!): „As the comedic master of the house, Johan Hartman revealed a large, dark bass-baritone that immediately made one sit up and take notice. Hartman seems a born comic.
One can only hope that there will be more productions from Mostly Baroque“ (South Florida Classical Review)
Ermöglicht wird dieses Konzert und die Aufnahme von Mostly Baroque, Inc.
Die neue Einspielung im Überblick:
Blood and the moon
Blood and the moon, Soliloquy of the Spanish Cloister, The Wild old Wicked Man
Johan Hartman and Stephen Scarlato
VÖ: 2027
06. August 2026, 19.30 Uhr, Französischer Dom, Berlin
Lieder von Johan Hartman
Franz Schubert: Die schöne Müllerin
Jacques Ibert: Chansons de Don Quichotte
Ailsa Aitkenhead, Klavier
Johan Hartman, Bassbariton
22. & 23. August 2026, Boston Summer Opera, Wellesley Hills Congregational Church, Boston
Gioacchino Rossini: Il barbiere di Siviglia
Johan Hartman, Basilio
Kontakt:
Jantje Röller, jantje@amphitryon-media.de, Tel: +49 163 614 64 21
Meike Felber, meike@amphitryon-media.de, Tel: +43 660 70 46 594
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